

Sa., 18. Juli
|Kulturladen Schlitz
Vernissage - Austellung „Am Rande des Möglichen“ / Eberhard Lacher
Der Designer und Bildhauer – Mitglied der legendären Recycling-Design-Gruppe Des-In und heute im Vogelsberg zu Hause – zeigt unter dem Titel „Am Rande des Möglichen“ Holz-Skulpturen und Objekte. 19 Uhr, freier Eintritt
Wann & Wo
18. Juli 2026, 19:00
Kulturladen Schlitz, Salzschlirfer Str. 2a, 36110 Schlitz, Deutschland
Details
Wahrlich "große Kunst": „Am Rande des Möglichen“ Holz-Skulpturen und Objekte
Was passiert, wenn man ein massives Stück Holz aufschneidet und sein Innerstes freilegt? Genau diesem Moment widmet sich Eberhard Lacher in seinen Skulpturen. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist meist ein Brett oder ein massiver Holzblock, den er mit der Bandsäge öffnet. Dabei kommen Schichtungen, Spannungen und Verdichtungen zum Vorschein – das innere Gefüge des Materials wird sichtbar, die Spuren des Arbeitsprozesses bleiben bewusst erhalten und prägen die endgültige Oberfläche.
Aus den gesägten Segmenten entwickelt Lacher durch additive Montage räumliche Konstellationen: Skulpturen, Objekte, fragile Gebilde. Die Natur liefert ihm dabei formale Impulse, doch die Arbeiten bleiben überwiegend abstrakt, oft fragmentarisch, manchmal bewusst vergänglich. Ihn interessiert der Moment, in dem sich aus einem geschlossenen Körper ein offener Raum artikuliert – ein Raum, der sich zeigt, weil er zuvor verborgen war. Der Titel der Ausstellung ist Programm: „Am Rande des Möglichen“ lotet aus, was das Material Holz hergibt – und was darüber hinausgeht.
Eberhard Lacher, Jahrgang 1949, verbindet wie kaum ein anderer Handwerk, Design und Kunst: Nach einer Ausbildung zum Modelltischler studierte der Diplom-Designer Industrie Design an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Dort war er Mitglied der Des-In-Gruppe (1974–1980), die sich ganz dem Recycling-Design verschrieb – ihr bekanntestes Produkt, das Reifensofa, steht heute im Neuen Museum für Kunst und Design in Nürnberg. Ausstellungen führten ihn unter anderem ins Internationale Design-Zentrum Berlin, ins Centre Pompidou nach Paris und in die Stadtgalerie Neu-Isenburg. Drei Jahrzehnte lang führte er eine eigene Schreinerei in Offenbach-Rumpenheim und bildete dort 26 junge Menschen aus. Seit 2019 lebt und arbeitet er in Grebenhain im Vogelsberg, wo er auf einem umgebauten Bauernhof Werkstatt und Atelier vereint. Lacher ist Mitglied im Bund Offenbacher Künstler (BOK) und im BBK Osthessen.














